Meldung vom 06.10.2026 Pressemitteilung: 3. Delegiertenversammlung

Tarifrunde im Blick: Delegierte setzen ein klares Zeichen für faire Einkommen

Fabian-Braun-am-Rednerpult

6. Oktober 2026 6. Oktober 2026


Tarifrunde im Blick: Delegierte setzen ein klares Zeichen für faire Einkommen

Dritte Delegiertenversammlung der IG Metall Villingen-Schwenningen in der Donauhalle

Villingen-Schwenningen/Donaueschingen – Rund 50 Delegierte und Gäste der IG Metall Villingen-Schwenningen kamen am Montagabend zur dritten Delegiertenversammlung des Jahres in der Donauhalle in Donaueschingen zusammen. Im Mittelpunkt standen die bevorstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie und die Frage, welche Antworten die IG Metall auf die aktuellen Sorgen der Beschäftigten geben muss.

 Nach der Begrüßung durch den Zweiten Bevollmächtigten Ralf Kleiser und der Vorstellung der Gäste berichtete der Erste Bevollmächtigte Thomas Bleile über die Entwicklung der Mitgliederzahlen und der Finanzen der Geschäftsstelle. Anschließend ordnete er die wirtschaftliche Lage ein, in der die Tarifrunde stattfinden wird. Dabei wurde deutlich: Die Beschäftigten stehen unter Druck – und sie erwarten zu Recht eine starke und klare Antwort ihrer IG Metall.

 Auch die politische Lage nach den Wahlen in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wurde offen diskutiert. Die Delegierten äußerten große Sorge über den wachsenden Einfluss der AfD. Für die IG Metall ist klar: Wir überlassen denjenigen nicht das Feld, die spalten, ausgrenzen und soziale Unsicherheit für ihre Politik nutzen. Zugleich zogen die Delegierten Bilanz zur Kundgebung in Freiburg gegen die Sozialreformen der Bundesregierung. Die Veranstaltung wurde insgesamt positiv bewertet. Viele hätten sich jedoch eine deutlich größere Beteiligung gewünscht. Denn Protest wirkt nur, wenn viele Menschen sichtbar und gemeinsam für ihre Interessen eintreten.

 Wie groß der Handlungsdruck ist, zeigte Thorsten Schlicht von der IG Metall Bezirksleitung. Er stellte die Ergebnisse der jüngsten Beschäftigtenbefragung vor. Die Botschaft ist eindeutig: Vor allem die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten aber auch der Wunsch nach einem sicheren Arbeitsplatz beschäftigen die Menschen. Entsprechend sind ihre Erwartungen an die bevorstehende Tarifrunde.

 Thomas Bleile erläuterte vor diesem Hintergrund den Forderungsbeschluss der IG Metall: fünf Prozent mehr Entgelt, wirksame Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung, eine tarifliche Gewinnbeteiligung und eine soziale Komponente. Dabei geht es um mehr als eine Zahl. Es geht darum, die Kaufkraft der Beschäftigten zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern und die Menschen fair am wirtschaftlichen Erfolg ihrer Unternehmen zu beteiligen.

 Ein besonderer Moment war die Verabschiedung von Martina Kanstinger. Das ehemalige Mitglied des Ortsvorstandes der IG Metall Villingen-Schwenningen wurde für ihr langjähriges Engagement geehrt. Die Delegierten dankten ihr für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit.

 Den Blick nach vorn richtete Fabian Braun mit seinem Projekt „IG Metall @ HFU“. Die Initiative soll die gewerkschaftliche Arbeit an der Hochschule Furtwangen stärken und junge Menschen frühzeitig für Mitbestimmung und Interessenvertretung gewinnen. Die Delegierten waren sich einig: Das ist eine wichtige Aufgabe, die aktive Unterstützung verdient.

 Die Delegiertenversammlung hat gezeigt: Die IG Metall Villingen-Schwenningen geht geschlossen und mit klaren Forderungen in die Tarifrunde. Sie verbindet den Kampf um faire Einkommen und sichere Arbeitsplätze mit einer klaren Haltung für Demokratie, Zusammenhalt und Mitbestimmung.