Meldung vom 20.10.2026 Pressestatement:

IG Metall zu deutsch-französischem Kompromiss zum EU-Autopaket

Abstimmung auf dem Gewerkschaftstag 2019

20. Oktober 2026 20. Oktober 2026


Pressestatement: IG Metall zu deutsch-französischem Kompromiss zum EU-Autopaket

Die IG Metall begrüßt, dass es nun eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich zum Autopaket der Europäischen Union mit den künftigen CO2-Regeln und Made in EU-Vorgaben gibt. Damit gibt es eine Richtungsentscheidung, an der sich die anderen europäischen Akteure jetzt orientieren können. Wir brauchen nun schnelle und finale Entscheidungen.

"Die IG Metall begrüßt, dass es nun eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich zum Autopaket der Europäischen Union mit den künftigen CO2-Regeln und Made in EU-Vorgaben gibt. Damit gibt es eine Richtungsentscheidung, an der sich die anderen europäischen Akteure jetzt orientieren können. Wir brauchen nun schnelle und finale Entscheidungen.

Die Einigung verbindet eine sinnvolle Flexibilisierung der CO2-Regulierung mit Vorgaben zur europäischen Wertschöpfung (Local Content) in der Automobilindustrie. Alle Seiten mussten sich hier für einen Kompromiss bewegen.

Nun gibt es Planungssicherheit für die Unternehmen. Die muss nun in Beschäftigungssicherung an den deutschen Standorten übersetzt werden. Unternehmen und Manager bei den Herstellern und bei den Zulieferern müssen alles dafür tun, die deutschen Standorte zu sichern, zu stärken und für die Zukunft fit zu machen. Sie stehen jetzt in der Pflicht. Monatelang haben sie Standort- und Personalabbau betrieben und dabei mit dem Finger auf die Politik gezeigt. Die Politik ist ihnen nun entgegengekommen. Hinzu kommen die verabredeten Einfuhrbeschränkungen für Plug-In Hybride. Damit ist die Grundlage für eine Stabilisierung der deutschen Autoindustrie nun gegeben. Es gibt jetzt keine Ausreden mehr.

Die klare Erwartungshaltung der IG Metall ist, dass die Unternehmen unverzüglich mit Verlagerung, Standort- und Personalabbau aufhören. Sie müssen umfassend in die deutschen Standorte investieren und mit Innovationen und Produkten für eine gute Zukunft der Branche sorgen. Die Beschäftigten haben diese Zukunftsperspektive hart erarbeitet. Da noch einige Fragen offen sind, behält sich die IG Metall eine Bewertung im Detail vor."