Meldung vom 31.08.2026 Pressemitteilung:

Ausbildungsstart am 1. September: IG Metall warnt vor Kürzungen bei Ausbildung

Abstimmung auf dem Gewerkschaftstag 2019

31. August 2026 31. August 2026


Ausbildungsstart am 1. September: IG Metall warnt vor Kürzungen bei Ausbildung

  •  Barbara Resch: „Wer den Fachkräftemangel bekämpfen will, muss in gute Ausbildung und sichere Übernahme investieren. Fachkräfte fallen nicht vom Himmel, sie werden ausgebildet."

Stuttgart. Zum 1. September starten in Baden-Württemberg tausende junge Menschen in eine Ausbildung oder ein duales Studium. Gleichzeitig reduzieren viele Betriebe ihre Ausbildungsplätze. Die IG Metall Baden-Württemberg warnt davor, in der Krise ausgerechnet bei der Ausbildung zu sparen. Wer heute Ausbildungsplätze streicht, verschärft den Fachkräftemangel von morgen und nimmt jungen Menschen wichtige Perspektiven.

Ausbildung darf nicht zur Sparmasse werden

„Wer ausbilden kann, muss auch ausbilden. Ausbildungsplätze zu streichen, ist kurzfristig gedacht und langfristig fatal“, erklärt Denis Davidovac, Bezirksjugendsekretär der IG Metall Baden-Württemberg. „Gerade in der Transformation brauchen die Betriebe gut ausgebildete Fachkräfte. Wer heute weniger ausbildet, gefährdet die Zukunft des eigenen Unternehmens und des Industriestandorts Baden-Württemberg.“

Nach einer aktuellen Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer wollen 29 Prozent der befragten Unternehmen in diesem Jahr weniger Ausbildungsplätze anbieten als im Vorjahr. Nur 13 Prozent planen eine Steigerung. Zugleich gelingt es vielen Betrieben nicht, alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Für die IG Metall Baden-Württemberg ist das ein klarer Auftrag: Betriebe müssen ihre Ausbildungsangebote ausweiten und allen Jugendlichen eine faire Chance geben.

Junge Generation braucht Sicherheit und verlässliche Perspektiven

„Viele junge Menschen sind in einer Zeit voller Krisen aufgewachsen. Sie brauchen jetzt Sicherheit und eine verlässliche Perspektive“, sagt Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg. „Die Jugend darf nicht auf der Strecke bleiben. Wer an der Ausbildung spart, spart an der Zukunft. Dazu gehören moderne Ausbildungsinhalte, faire Bezahlung und eine sichere Perspektive nach dem Abschluss.“

Die IG Metall Baden-Württemberg fordert deshalb eine umlagefinanzierte Ausbildungsgarantie. „Kein junger Mensch darf ohne Perspektive bleiben. Wer ausbilden kann, muss ausbilden. Und wer dauerhaft nicht ausbildet, muss sich an der Finanzierung von Ausbildung beteiligen“, so Davidovac. Resch ergänzt: „Wer den Fachkräftemangel ernsthaft bekämpfen will, muss in gute Ausbildung und sichere Übernahme investieren. Fachkräfte fallen nicht vom Himmel, sie werden ausgebildet.“